Dr. Marc Schmidt – Ihr Zahnarzt in Konstanz und der Ostschweiz

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Parodontose

Parodontose ist eine der häufigsten und unangenehmsten Erkrankungen im Mund. Mit dem Begriff Parodont bezeichnet man den Zahnhalte-apparat. Einer Schädigung des Parodonts geht in den meisten Fällen zunächst eine Entzündung des Zahnfleischs (Gingiva) voraus, die sogenannte
Gingivitis. Die Gingivitis ist leicht erkennbar. Hier geht es zu unserem Prophylaxevideo auf Youtube.

Das Zahnfleisch ist nicht zartrosa sondern rötlich und macht einen geschwollenen Eindruck. Beim Sondieren durch den Zahnarzt oder dem Zähneputzen blutet es. Die Ursachen einer Gingivitis sind unterschiedlich. Zum einen können Ablagerungen, abstehende Kronenränder, bakterielle Infektionen, aber auch mangelnde Pflege die Ursache sein.

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Bleibt die Gingivitis unbehandelt so dauert die Entzündung des Zahnfleischs länger an. Dadurch herrscht ein saures Millieu im entzündeten Bereich, was letztlich dazu führt, dass sich der Knochen abbaut. Dies hat zur Folge, dass der Zahnhalteapparat geschädigt wird, was dann als Parodontose bezeichnet wird.
Letzten Endes führt dies dann zur Lockerung und zum Verlust des Zahnes. Selbst ein völlig kariesfreier Zahn kann eine Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodont) haben.

Es gibt viele Menschen, die der Meinung sind, dass sie besonders gute Zähne haben, obwohl sie nur selten die Zähne putzen. Es gibt in der Tat einige wenige Patienten, die das Glück haben, einen besonders mineralienreichen Speichel zu besitzen, der die Zähne vor Entkalkung und Kariesbildung trotz mangelnder Pflege weitgehend schützt. Beim genauen Betrachten des Röntgenbildes allerdings kommt oft die ernüchternde Erkenntnis, dass auch diese Patienten unter Parodontose leiden.

Die heutige, industrialisierte Ernährungsweise und die längere Lebensdauer fordern den Tribut einer optimalen Zahnpflege. Dazu gehört auch eine optimale Reinigung der Zahnzwischenräume und der Bereiche zwischen Zahn und Zahnfleisch.

Ist der Zahnhalteapparat erst einmal durch Parodontose geschädigt, so hilft nur noch eine Parodontosebehandlung. Hierbei werden die entstandenen Zahnfleischtaschen (zwischen Zahn und Zahnfleisch unterhalb des Zahnfleischsaumes) gereinigt und alle Ablagerungen entfernt. Wenn die Zähne dann optimal gepflegt werden und auch alle störenden Faktoren wie überstehende Füllungen oder Kronenränder beseitigt worden sind, geht die Entzündung des Zahnfleischs zurück und der Knochen wird nicht weiter geschädigt. Dem Fortschreiten der Parodontose ist also zunächst Einhalt geboten worden. Mehr noch als beim Zahngesunden aber bedarf der Erhalt dieses Erfolgs aber einer sehr disziplinierten Zahnpflege mit Zahnbürste UND Zahnseide sowie einer regelmäßigen Prophylaxebehandlung (professionelle Zahnreinigung PZR) durch den Zahnarzt.

Wie erfolgt eine Parodontosebehandlung? 

Parodontosebehandlungen haben ihren Schrecken weitestgehend verloren. Während früher fast immer das Zahnfleisch weggeklappt, die Zahnoberfläsche gereinigt und das Zahnfleisch nach der Behandlung wieder angenäht wurde, so kann man heute in vielen Fällen darauf verzichten. Durch Küretten (siehe Bild links oben) werden zunächst die Ablagerungen (Konkremente) unterhalb des Zahnfleischsaums vom Zahn abgeschabt.

Mit speziellen Ultraschallgeräten, die gleichzeitig auch ein abrasives Mittel einsetzen, werden eventuell vorhandene Reste erfasst und die Zahnoberflächen poliert, so dass sie weniger Rauhigkeiten und somit Haftungsmöglichkeiten für Ablagerungen bieten.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Durch lokale Betäubung ist die Parodontosebehandlung fast schmerzfrei. Nach der Behandlung haben Sie ein etwas empfindliches Zahnfleisch. In etwa damit zu vergleichen, wie wenn Sie ein sehr hartes und raues Brot essen. Das Zahnfleisch heilt in der Regel aber sehr zügig ab.

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